2018 · Allgemein · Gäste und Öffentlichkeit

Ziele für meine Zukunft und meinen Blog

Ich bin der festen Überzeugung, dass das Formulieren von Wünschen und Zielen dabei hilft, diese zu erreichen und mit sich selbst zufriedener zu sein. Für mich ist das die Wahrheit. Nicht nur das Formulieren, sondern auch das Visualisieren und das Vorfühlen, wie es sein wird, das Ziel erreicht zu haben. Man lernt sich selbst und seine Wünsche besser kennen, ebnet sich dadurch den Weg und kann diesen auch klarer bestreiten. Ich gebe zu und weiß, dass ich mir manche Ziele sehr hoch setze. Das hat zwei Gründe – erstens bin ich einfach zu ehrgeizig und zweitens mag ich folgendes Prinzip: Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, wirst du zwischen den Sternen landen. Das hat Nietzsche gesagt. Also selbst wenn du dein Ziel manchmal verfehlen solltest, hast du mehr erreicht, als nichts zu unternehmen. Wer all seine Ziele erreicht, hat sich meist zu kleine Ziele gesetzt oder eben gar keine. Ziele sind für mich jedoch eine hilfreiche Größe, etwas woran ich messen kann. Einen Schritt in diese Richtung habe ich mit meiner Löffelliste bereits gemacht (Die Löffelliste als persönlicher Ansporn). Es umfasst verschiedene Aspekte meines Lebens, das Miteinander, Dinge die ich erleben will und so weiter. Aber eine Sache steht inzwischen fast über allem, nämlich Gesundheit. Denn ohne meine Gesundheit kann ich nicht leben, ohne Gesundheit kann ich nicht für andere da sein und ohne Gesundheit kann ich nicht an meinen Zielen arbeiten. Ich habe nur einen Körper und ich muss versuchen, das Beste daraus zu machen. Aus diesem Gedanken entstehen drei Wünsche für meine Zukunft.

Guter BMI mit sportlichen Lifestyle und Clean Eating Ansätzen  Die Sache mit dem gesunden BMI hört sich leicht an, ist es für mich jedoch noch nie gewesen. Ich war immer leicht bis mehr drüber und wenn ich mal im richtigen Bereich war, dann eher wegen Krankheitsschüben oder als ich noch sehr jung war. Ganz selten und gewiss nicht dauerhaft war ich mit einem gesunden BMI unterwegs. Ich bin kein Fan dieser Kennzahl, ist sie eben nicht alleinig aussagekräftig und manch einer versteift sich zu sehr darauf ohne rechts und links zu sehen. Für mich ist sie eher eine Orientierung. Gerne möchte ich dauerhaft 77 Kilogramm halten, davon bin ich inzwischen nur noch 10 Kilogramm entfernt, über 8 habe ich schon geschafft. Das wären dann ein BMI von 25,7 – immer noch leichtes Übergewicht aber völlig in Ordnung. Einen Puffer möchte ich mir behalten und ich weiß, dass ich mich mit 77 Kilogramm wohlfühlen werde. Zum Erreichen und Halten dieses Zieles brauche ich Bewegung und eine Sportskanone war ich noch nie. Deswegen muss ich mir einen Weg basteln und mir mit Laufen und Schwimmen behelfen. Das Laufen lässt sich super in den Alltag einbauen und das Schwimmen stärkt den ganzen Körper ohne ihn zu sehr zu belasten. Das regelmäßige Schwimmen funktioniert, habe ich bereits für mich festgestellt. Dazu kommt, dass nun ein e-Bike ins Haus kommen wird. Der Spaß am Fahrradfahren ist mir nämlich hier mit den Bergen herzlich vergangen und ich fühlte mich stets zu extrem angestrengt. Mit diesen drei aktiven Aktivitäten möchte ich dauerhaft schlanker bleiben. Bewegung das eine, Ernährung das andere. Da bei einer chronischen Krankheit Ernährung viel mehr als nur ein paar Sätze wert ist, hier nur eine Idee: Das, was du isst, sollte nicht das übersteigen, was du verbrauchst. Das heißt, lerne deine Lebensmittel kennen. Weiterhin möchte ich aus dem Ernährungskonzept „Clean Eating“ alles ziehen, was ich für mich nutzen kann und das, was mir zu krass ist oder unnötig erscheint, auslassen. Das Konzept ist einfach: Iss die Sachen so unverarbeitet und natürlich, wie es nur geht und versuche das Künstliche soweit es geht zu vermeiden. Erneut gilt, lerne deine Lebensmittel kennen.

Geiles Leben trotz Morbus Crohn – besonders im Kopf Bisher habe ich mir das Ziel gesetzt, den Körper zu pflegen. Dieses zweite Ziel hier betrifft nun aber die Seele, die Psyche, das Innere oder wie auch immer du es nennen willst. Jeder Mensch hat seine Lasten zu tragen. Familie, Arbeit, Schicksalsschläge, Alltagsprobleme und so vieles mehr. Jeder hat seinen Beutel zu tragen, pflege ich inzwischen zu sagen. Nun bin ich zu dem normalen Kram auch noch chronisch krank und ich finde, dass das zeitweise ungemein schlaucht. Es wirft ganz neue Probleme auf, verschlimmerte bestehende andere oder schwächt den Menschen. Manchmal entledigt man sich aber auch lustigerweise von dem ein oder anderen Problem durch die Krankheit, weil es eine gute Erklärung ist, besagtem Problem aus dem Weg zu gehen. Ein geiles Leben trotz Crohn bedeutet für mich also, den Kopf nie dauerhaft hängen zu lassen. Nie aufzugeben. Immer weiter zu kämpfen, für die guten Dinge im Leben. Damit meine ich, sich stetig zu stärken und an sich zu arbeiten. Die Kopfarbeit ist enorm wichtig, denn im Kopf und im Herzen gesund zu sein schlägt sich auf den Körper nieder. Im Geiste wachsen ist wichtig. An den Aufgaben und Herausforderungen. Das geht auf viele Arten. Sich weiterbilden zum Beispiel, sich immer wieder neue Aufgaben zu suchen und diese zu bewältigen. Oder aber auch sich zu entspannen, was ich inzwischen auf zweierlei Arten versuche, nämlich durch Qi Gong und durch Autogenes Training. Beides tut mir auf eine eigene Weise gut. Durch das Autogene Training kann ich besser einschlafen und zwischendurch entspannen. Das Qi Gong bringt meinen Körper und Geist in Einklang und verschafft mir ein besseres Körpergefühl. Und dann meine ich mit geilem Leben einfach eine gewisse Leichtigkeit zu erreichen. Denn mit dieser, so glaube ich, ist all das Schlussendlich zu bewältigen.

Meine dauerhafte Kontinenz – mit oder ohne das Stoma Ein fitter Körper und fitter Geist UND dann noch kontinent sein. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein und doch will ich alles davon. Als ich diesen letzten Wunsch formulierte, war mir nicht wichtig, ob die Kontinenz mit einem Beutel verbunden war oder nicht. Denn die Kontinenz ist mir ein Wunsch gewesen, seit ich krank geworden bin. Von früh an hatte ich damit nämlich Probleme, durch innere und äußere Risse sowie Vernarbungen im Enddarm und der retrovaginalen Fistel. Jahre lang war ich unsauber, undicht und das, was es mit mir machte, war nicht tragbar. Ich konnte den Stuhl nicht gut halten und hatte somit jeden Tag Probleme. Ich hatte durch den schlechten Zustand des Enddarms und des Schließmuskels jeden Tag Schmerzen, starke Schmerzen, ob mit Stuhlgang oder nicht. Es nagte an mir, es nagte an meinem Selbstbewusstsein, es nagte an meinem Kampfgeist und es nagte an meiner Lebensfreude. Die Ärzte sollten mir helfen, mich reparieren und das Stoma war für mich die Lösung, die ich wählte. Die Lösung, die ich einigen Operationen ohne Erfolgsgarantie vorzog. Die Lösung, die ich weiteren Schmerzen vorzog. Die Lösung, mit der ich Frieden schließen konnte und dabei das Leben wieder aufnehmen konnte. Ein freieres Leben. Vielleicht hat es nun ein paar andere Ecken und Kanten aufzuweisen, aber es ist lebenswerter und erfüllend. Kontinent, eben mit einem bisschen Plastik, das klebt.

Mit diesen drei sich ergänzenden Wünschen möchte ich mich um mich selbst kümmern. Und wenn diese sich in die richtige Richtung entwickeln, habe ich Energie für die Aufgaben des Lebens. Für meinen Beruf, Freunde und Familie, für meine ganzen Ziele. Von denen ich, wie nun wohl bekannt, genug habe. Reiseziele, Erlebnisziele, persönliche Ziele und Herzenswünsche sowie kleine und große Projekte. Mein Blog ist eines dieser Projekte, eines, welches auf lange Zeit ausgelegt ist und mir wichtig ist. Er ist nun ein Jahr alt (Happy Birthday lieber Blog) und ich bin immer noch froh um die Entscheidung, ihn ins Leben gerufen zu haben. Ich wollte Texte, die eine Thematik wahrlich auseinandernehmen und die ein Bild über Zeit abzeichnen. Meiner Idee und mir bin ich treu geblieben und darauf bin ich stolz. Es mag nicht die einfachste und schnellste Kost sein, aber ich stehe komplett dahinter und das ist mir verdammt wichtig. Jeder findet seinen eigenen Weg. So wie ich mich mit meiner eigenen Zukunft auseinandersetze, mache ich das ebenso mit meinem Blog und benenne drei Zielsetzungen, die mit Wünschen verbunden sind.

Meine sechs Themen weiterentwickeln und mit Leben füllen NÜTZLICH + PRAKTISCH braucht noch mehr Tipps und Tricks in Bezug auf das Stoma und das Leben mit Crohn in allen Lebenslagen. KOPF + HERZ sind immer mit dabei und es gibt noch viele Ansätze, zum Beispiel welche Rolle Humor in einem solchen Leben spielt. LIEBE + REISEN wird bei mir immer Neuigkeiten beinhalten, denn nach der Reise ist schon immer vor der Reise gewesen und die Liebe wird auch in der Familienplanung Ausdruck finden. KRANKHEIT + ARZT braucht noch ein bisschen mehr Input, da geht einem als chronisch Kranker der Stoff nicht aus. Bisher muss ich nur sagen, fand ich anderen Themen interessanter. GESCHICHTE + LEBEN, nun das passiert ja fast von selbst, interessant zum Beispiel meine Erlebnisse von Ileostoma und Colostoma im Vergleich. Das Thema GÄSTE + ÖFFENTLICHKEIT ist wegen seines Umfangs nicht nur hier enthalten, sondern im nächsten Ziel ebenso. Die Öffentlichkeit und Vernetzungen allgemein sind offensichtlich wichtig, denn es gibt gute Leute, mit denen man sich verknüpfen und Seite an Seite stehen sollte. Es gibt also ein paar Beziehungen, die ich in Zukunft aufgreifen und eingehen möchte. Wenn ich wie bisher immer wieder abwechselnd Themen behandle, kommt eine gute Mischung zu Stande und ich bin flexibel genug, aktuelle Ereignisse aufzugreifen. Mein Wunsch ist es, mit meinem Projekt zu wachsen.

Ein paar Kennzahlen verbessern und in Kooperationen investieren WordPress ist eine gute Plattform für das Bloggen und es gibt dir ständig Einblick in die Aktivitäten. Es ist interessant und zugleich weiß man, wo man ansetzen kann. Gewisse – ich nenne es – Kennzahlen möchte ich verbessern. Zum Beispiel wie lange verbleibt ein Besucher auf meiner Homepage. Oder aber von wo kommen meine Besucher. Durch Werbung und durch Kooperationen sowie Austausch sollen solche Zahlen stetig verbessert werden. Gerne möchte ich in der Zukunft mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Menschen, die ich mich inspirieren und motivieren oder Menschen, die ihre ganze eigene Botschaft haben. In der Hoffnung natürlich, dass beide davon profitieren und beide daraus einen Mehrwert ziehen. Neben meiner Blog-Seite gibt es auch noch eine Facebook-Seite, denn man erreicht rascher mehr Menschen über soziale Medien. Das ist die heutige Zeit und für den Austausch solcher manchmal spezieller Themen ist das hilfreich. Hilfreich, um  sein Anliegen unter die Menschen zu bringen. Hier jedoch sollte ich ebenfalls an Kennzahlen arbeiten, nämlich an den Followern und Likes. Denn je mehr Leute mich und mein Projekt noch kennenlernen, desto mehr Ideen kommen zusammen und desto mehr Input kann ich auch daraus ziehen. Mein Wunsch ist es, meine Bekanntheit zu steigern.

Und nun mein letzter Wunsch zum Geburtstag meines Blogs: Obwohl ich von Freunden schon einiges an Feedback erhalten habe, würde ich mir auch von anderen Besuchern meiner Seite mehr Feedback und Reaktionen wünschen. Denn schließlich hoffe ich, dass andere Menschen aus meinem Projekt etwas für sich gewinnen können.

Auf eine lila Zukunft

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