Hinfallen … (Teil 2)

Ich habe oft das Gefühl, dass alle denken, dass mir dieser ganze Scheiß leicht von der Hand geht. Wie schnell ich mich doch fange, wie toll ich reflektiere und nach Vorne schaue, wie alles einfach funktioniert. Natürlich versuche ich positiv zu denken, natürlich versuche ich mich nicht aufzugeben, natürlich versuche ich mein Bestes zu geben und immer wieder aufzustehen. An manchen Tagen klappt es, an manch anderen nicht.

Heute habe ich mein Bestes versucht und dabei kläglich versagt. Mein Umfeld hat herzlich kassiert und ich fühle mich einfach nur verloren. Ich habe mich in meiner eigenen Haut keine Sekunde wohlgefühlt. Ich war auch nicht glücklich und unbeschwert. Mein mentales Hamsterrad getrieben vom Verlust der Hoffnung, dass die OP noch stattfinden wird. Getrieben von Rückschlägen, die sich auftürmen und mich erdrücken. Getrieben vom Gefühl, weder privat noch beruflich wirklich etwas zu bieten zu haben. Es eh nicht richtig zu machen, es anderen nicht recht zu machen. Erwartungen nicht zu erfüllen. Andere Erwartungen. Meine Erwartungen. Heute kann ich mein Verlorensein nicht verstecken, nicht proaktiv angehen. Es ist da und hat die Oberhand. Seit Tagen habe ich Durchfall und Krämpfe, mein Schmerztablettenvorrat schrumpft gerade. Körper und Geist sind in Aufruhr und nein, heute habe ich nichts im Griff. Ich kann diesen Tag und mich selbst nicht leiden. Ich bin einfach nur froh, dass der Tag zu Ende ist und ich im Bett liege. Liegen kann ich. Also bleibe ich liegen, bis ich morgen aufstehe und erneut versuche, mein Bestes zu geben.

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