Backen

Backen ist für mich eine Art Kunst. Das Ziel eines kreativen Prozess. Den ich gestalten darf, durch Versuche und Missgeschick die unterschiedlichsten Ergebnisse erhalten und mich darin etwas verlieren. Sogar die Zeit ein wenig vergessen. Es entspannt mich und macht mich jedes Mal ein bisschen glücklich. Einfach so. Den Großteil der Backwerke geht an Gäste, Nachbarn oder Kollegen. Es klingt übertrieben und befremdlich, eine so alltägliche Sache so erhaben zu beschreiben. Das ist mir bewusst und ich habe die Worte absichtlich gewählt.

Meine Jugend war geprägt von Bewertungen meines Körpers bzw. dessen Fettgehalt. Es gibt Zeiten, in denen ich Essen verfluche. Zeiten, in denen die Tätigkeit „essen“ unmöglich scheint. Zeiten, in denen „zugucken“ satt macht, nur um keine Schmerzen zu haben. Es gibt immer wieder Zeiten, in denen ich Essen als eine Art Zuflucht sehe und weiß, dass das ein Problem ist. Es gibt immer wieder Zeiten, in denen ich denke, dass weniger mehr wäre. Es gibt immer wieder Zeiten, da muss ich mich mehr Essen beschäftigen als ich will und da beeinflusst mich Essen mehr, als ich es zulassen will. Mit Kleinkind ist Essen machen und das richtige Essen für alle zu finden zusätzlich ermüdend.

Ich versuche, zu erklären, dass das Thema Essen schon immer vorbelastet war und ist. Mit dem Backen, einem manchmal längeren Prozess, mit ausgewählten Zutaten und der Liebe zum Detail versuche ich, dem Ganzen eine positive, spaßige Note zu geben. Kreativ zu sein und mich zu entspannen, mir und anderen eine Freude zu machen und Essen zu genießen. Deswegen teile ich mit euch heute Werke der letzten drei Jahre und werde über Instagram meine Backfreude in Zukunft weiter teilen (wenn ich die Zeit finde, mir dafür Zeit zu nehmen, versteht sich) 🤍

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