Kopf und Herz - Thoughts and Feelings · Nützliches Wissen - Useful Ken

WER STRESS SAGT MEINT ANGST

Ich brauchte einige Zeit, diese Behauptung zu verdauen. Je länger ich darüber nachdachte, in mich hinein hörte und ehrlich war, desto mehr wusste ich, dass es stimmte. Das kleine Wort Stress ist unser Tod noch während wir leben. Mit diesem Buch „Goodbye Stress“ haben sich mir mal wieder neue Perspektiven eröffnet, es macht nun alles etwas mehr Sinn. Mit einer chronischen Krankheit, die auf die Psyche drückt und von dieser auch beeinflusst werden kann, ist es wichtig, sich mit genau dieser Psyche immer wieder zu beschäftigen. Um unseren Geist zu verstehen, ihn zu trainieren und stärker zu machen. Ich möchte euch ein paar meiner Gedanken zu diesem Buch und Teile des tatsächlichen Inhalts weitergeben. Inwiefern der Inhalt eines Buches zu einem spricht oder nicht, liegt immer ganz an der Person.

STRESS IST NICHT BÖSE
UNSERE EINSTELLUNG DAZU IST ES

Und diese Einstellung zu verändern, ist möglich. Mit Angst umzugehen, ist möglich. Angst kann man greifen, Stress ist irgendwie ein bizarrer Überbegriff für einen Zustand, den wir heutzutage schlecht beschreiben können. Das Gefühl von Stress will uns nur aufmerksam machen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es kommt in uns hoch, wenn wir etwas in Gefahr sehen, was uns wichtig ist. Egal, was das individuell sein mag. Wir wissen bereits, dass wir in schweren Zeiten an uns wachsen. Aber nur, wenn wir in dem Stress, also in der Angst, eine Chance sehen und diese annehmen. Das setzt das Akzeptieren und Formulieren von Gefühlen voraus. Goodbye Stress.

WER DU BIST
ENTSCHEIDET SICH
WENN DU ANGST HAST

Ohne Gedanken sind wir frei und ohne Angst. Gedanken kann man kontrollieren, mit viel Übung versteht sich natürlich. Wir glauben unserem Kopfkino mehr als der Realität, es ist eigentlich erschreckend und Grund für viele unserer Probleme. Einige von uns haben eine so ausgeprägte und intensive Phantasie, dass unser Körper und der Geist die bloße Vorstellung wie Realität wahrnehmen. Aber wir flüchten uns aktiv in unsere Gedanken, wenn uns die Realität Angst macht. Der Verstand ist meist nicht dein Freund, sagt das Buch. Der Moment an sich wiederrum dein Einziger, denn nur der Moment ist wichtig. Nur den Moment kannst du gestalten. Mein Gott, in diesem Buch bekommt man eine Backpfeife nach der anderen. Einiges davon will man nicht hören, anderes braucht Zeit. Auch, dass der glücklich ist, der nicht festhält. Dass keine Emotion zum Festhalten gedacht ist, sondern durch uns hindurchfließen sollte. Sie uns auf etwas aufmerksam machen sollen, aber nur für den Moment. Uns näher zu uns bringen soll, entweder weil wir das Gefühl haben, bei uns angekommen zu sein oder auf welchen Weg wir uns noch begeben müssen. 

ENTSPANNTES ATMEN
ENTSPANNTES LEBEN

Das klingt so einfach. Fast zu einfach. Ebenso wie das Sein ohne Gedanken, ist auch das Atmen beim Meditieren zu erlernen. Entspannen heißt nicht, nichts zu tun. Es ist keine Ausrede. Sich beim Meditieren auf sich selbst zu konzentrieren, auf seinen eigenen Atmen, ist wohl das Wirkungsvollste, was du machen kannst. Wusstest du, dass man in einer angespannten Situation durch Singen zwangsläufig wieder entspannter atmet? Wusstest du auch, dass du dir einen gesunden Atemrhythmus antrainieren kannst, wenn du im Geiste schaukelst? 

VERLUSTANGST 
SCHÜTZT DICH NICHT VOR DEM VERLUST
SONDERN HINDERT DICH AM LEBEN

Dramatische Erlebnisse hinterlassen in uns Spuren, die wie einbetoniert in uns verweilen. Wir überleben das Erlebte, aber innere Wunden bleiben zurück (für chronische Kranke wohl eine Wiederholungssequenz). Dramatische Erlebnisse lassen in unserem Gewebe und in unserem Geist tote Stellen zurück. Oftmals, weil das Erlebte nicht ausreichend aufgearbeitet wurde und der Körper sich nicht abreagieren konnte, nachdem er unter Strom war. Und dadurch trainieren wir uns falsche und komplett unbegründete sowie schadhafte Angst an. Natürlich spricht das Buch über viele Arten der Angst und wie diese ihren Ausdruck finden. Im Leben trifft man immer wieder Entscheidungen, viele kleine nichtige und einige bedeutende große. Die Entscheidung tritt nicht in Kraft, wenn man diese kundtut, sondern dann, wenn es dir selbst wie Schuppen von den Augen fällt. Echte Entscheidungen, die du auf allen Ebenen deines Körpers spürst, verändern deine Energie und verändern dein Leben, bevor du dies in Worte fassen kannst. 

VERTRAUEN IST DAS GEGENTEIL VON ANGST

Ist dir aufgefallen, dass ich ab einem gewissen Punkt das kleine Wort „Stress“ nicht mehr benutzt habe? Versuch es doch mal selbst und entdecke an dir, welche Ängste sich bei dir in angespannten Situationen hinterlistig herangepirscht haben. Was fürchtest du in den Momenten, in denen du dich „gestresst“ fühlst? Ich habe bisher erkannt, dass es die unterschiedlichsten Ängste sind. Und letztendlich kann ich mit dieser Beobachtung etwas anfangen. Es ist greifbar. Und ich greife an. 

Ich hoffe, was ich da von mir gegeben habe, macht für euch Sinn. Mich haben die Worte, der Inhalt des Buches, sehr erreicht. Das wollte ich teilen. Vielleicht ist auch für jemanden anderen ein Schlüsselsatz dabei. Denn manchmal braucht es nicht mehr.

4 Kommentare zu „WER STRESS SAGT MEINT ANGST

  1. Wichtiges Thema – hat wohl jeder noch Potential…
    Zu oft mach ich mir auf der Arbeit unnötig Stress – daran werde ich arbeiten.
    Deine Buchzusammenfassung hat mir gut gefallen! Danke dafür.

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  2. Danke für diesen so wichtigen wie wahren Beitrag über Stress und die Angst dahinter. Ich habe für mich auch erkannt, dass die Atmung und damit die tiefe Verbindung mit uns selbst und unseren Emotionen und unserer Kraft der Schlüssel ist.
    Empfehlen kann ich die Wim Hof Methode, die ich nun angefangen habe, zu praktizieren.
    Und das Wort Stress werde ich ab sofort noch konsequenter aus meinem Sprachgebrauch streichen! Danke 🙂

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