2017 · Liebe und Reisen

LIEBE

Es ist DAS eine Gefühl. Unzählige Geschichten und Lieder gibt es darüber. Unzählige Male wurde deswegen gestritten, gelacht und geweint. Unzählige Beispiele gibt es, die beweisen, dass die Welt ohne Liebe viel trostloser wäre. Unzählige Ausdrucksformen der Liebe existieren, weil jeder Mensch auch anders liebt. Es ist die Liebe zu den kleinen Dingen, die Liebe in Bezug auf eine große Vision, die Liebe zu sich selbst und die Liebe zu einem anderen Menschen. In diesem Beitrag möchte ich über die Liebe zu anderen Menschen sprechen, nämlich zu diesem EINEN Menschen. Als chronisch kranker Mensch gilt wohl folgendes: Liebe ist natürlich möglich, sie ist sogar total notwendig und glänzt vielleicht noch ein bisschen mehr – es funktioniert aber nicht mit jedem und soll nicht mit jedem sein, denn nicht jeder kann mit der Krankheit umgehen. Mein persönliches Happy End kam trotz Niederlagen früher als ich es gedacht hätte. Aber starten wir dort, wo alles anfing.

Als ich 2008 erkrankte, steckte ich in meiner ersten ernsthaften Beziehung. Aus Freundschaft war eine Beziehung geworden, inmitten der Oberstufe und dem Abitur. Wir führten eine dem Alter entsprechende Beziehung, alles war völlig normal. Trotzdem waren wir sehr unterschiedlich und über die Zukunft nach dem Abitur redeten wir nicht, wahrscheinlich, weil es keine gab. Es verbleibt eine Erinnerung an eine Zeit, über die ich froh bin, dass sie passierte – denn wir hatten eine gute Zeit. Monate vor dem Ende erkrankte ich also zum ersten Mal. Schwere Monate, in denen mir Wenige die Qual glaubten und mich verstanden. Er unterstützte mich, ohne zu fragen. Aber er hatte keine Wahl, er wurde nicht gefragt sondern ins kalte Wasser geschmissen, so wie ich. Ich war dankbar für das, was keiner außer uns zwei sehen konnte. Als ich, am Ende meiner Kräfte, nach Monaten ins Krankenhaus kam, beendete er die Beziehung. Denn jetzt, so entsprach es der Wahrheit, wurde auf mich aufgepasst. Ich war traurig aber nie wirklich böse auf ihn. Ein paar Wochen später, als das Kortison ein kleines Michelin-Männchen aus mir gemacht hatte, trafen wir uns auf ein paar Drinks. Es war ein unvergesslicher Abend – wir erinnerten uns an unsere tolle Zeit und was wir aneinander hatten. Es tut mir leid, dass er heutzutage bedingt durch Lügen anderer glaubt, dass ich ihn in den Dreck gezogen hätte. Es ist nicht wahr. Niemand hatte ihn auf die Krankheit vorbereitet und es war nicht der Hauptgrund für das Ende der Beziehung. Wir waren nicht bestimmt dazu, für immer zusammen zu sein. Ich fragte mich aber bald, ob irgendjemand für die Ewigkeit existierte. Ich würde allein sterben, war meine Angst. Allein und krank.

Aber tatsächlich allein war ich nicht. Ich lernte über die Jahre trotzdem Männer kennen, hatte Flirts und kam dem ein oder anderen emotional oder körperlich näher. Aber wie unterschiedlich die Situationen auch waren, wie unterschiedlich Ort und Mann nur waren, nie wussten Sie die ganze Wahrheit. Es waren nie Männer, die gut für mich gewesen wären oder die tatsächlich gepasst hätten. Ehrlich gesagt waren es nur Versuche, um von meinen Befürchtungen abzulenken.

Als ich 2009 einigermaßen im Leben stand – ich studierte, arbeitete nebenbei und wohnte allein – geschah etwas Unerwartetes. Über soziale Medien spürte ich meine erste große Liebe auf. Zu aller erst waren wir uns begegnet, als ich zehn und er vierzehn war; es wurde über die Jahre aber nie ein offizielles Ding daraus. Nun trafen wir einander wieder und alles schien wie ein Traum. Er arbeitete in den USA, in der ich mich Zuhause fühlte, und so führten wir zwei Jahre lang eine Fernbeziehung – er besuchte mich, ich besuchte ihn, machte ein Praktikum dort und war in langen Vorlesungspausen Wochenlang bei ihm. Vom ersten Moment an, bevor wir eine Beziehung eingingen, erzählte ich ihm von meiner Krankheit. Er willigte trotzdem ein, wissend, dass ich krank war. Mit der Zeit realisierte ich jedoch, dass diese Aussage nichts bedeutete. Fast die Hälfte der Beziehung war tatsächlich ein Traum und ich schwebte auf Wolke 7 – nur, um dann ganz schön weit zu fallen. Zu lange hielt ich an einer Vorstellung fest, die ferner der Realität nicht hätte sein können. Wir hatten unterschiedliche Vorstellung von Partnerschaft, vom Leben und was man mit seiner Zeit anfängt. Die gemeinsame Vergangenheit war eher ein Hindernis. Und dann war da noch der Crohn. Er war einfach da, veränderte mich und es gab nichts, was ich daran hätte ändern wollen oder können. Ich war, wie ich war – unvollkommen, so wie jeder andere Mensch auch. Und er wusste nicht, worauf er sich eingelassen hatte und wollte es nicht. Das Abservieren am Ende verkraftete ich kaum, denn nun hatte ich gefühlt die letzte Möglichkeit für mich ausgeschöpft.

Etwas, was ich seit meiner Diagnose wegzulächeln versuchte, war nun immer präsent. Ich war allein und würde nie meinen passenden Deckel finden. Ich hatte die Hoffnung und das Vertrauen verloren, jemals Teil dieser EINEN Beziehung zu sein. In der man nicht nur einander ansieht, sondern auch in die gleiche Richtung blickt. Mit der Person, die alles leichter erscheinen lässt und mit der alles schöner ist. Dieser EINE Mann, der über die Krankheit hinweg sieht und mich sieht.

Der Tag, der alles in Frage stellt, was ich mir eingeredet hatte, war der 12.02.2012. Ich hatte mich im Internet auf einer Dating-Seite angemeldet. Zufall oder nicht, es war tatsächlich einfach nur Glück, dass ich meinen B. dort traf. Noch vor dem ersten persönlichen Treffen erzählte ich ihm von meiner Krankheit. Und ich brauchte nicht mal viel sagen, denn seine Ex-Freundin hatte ebenfalls vor Jahren die Diagnose Crohn erhalten. Zu Ihrem Glück war ihr Verlauf nicht so derb und sie war bisher von allzu großem Leid verschont geblieben. Aber es erleichterte mich, denn er hatte schon Erfahrung. Nach drei Tagen des Textens und Telefonierens fuhr ich einfach die Stunde zu ihm, viele sagten, ich sei verrückt aber ich hatte ein gutes Gefühl. Wir gingen essen, ins Kino und öffneten eine Flasche Wein. Ich übernachte, wir schliefen nebeneinander ein und ich war glücklich. Am nächsten Tag fuhr ich arbeiten und bei Feierabend stand er vor meiner Tür, in der Nacht sprachen wir aus, was eigentlich schon längst klar war: Ab jetzt machen wir die Scheiße zusammen! Nur zweieinhalb Monate später hatten wir die Schnauze voll von der Fahrerei. Ich fing eine andere Arbeit an, zog zu ihm und seinen drei Katzen. Schon davor hatte ich einen neuen Gastroenterologen in meiner neuen Heimat gefunden. Ich war eh auf der Suche und fand auf Anhieb jemanden, mit dem ich gut klar kam. Nach eineinhalb Jahren Beziehung zogen wir aus der alten Wohnung in unser eigenes Haus. Reihenmittelhaus, kleiner Garten, genug Platz für Kinder und gute Nachbarschaft. Ein wahrer Glücksgriff. Wir waren zu diesem Zeitpunkt nicht mal verlobt und ich war durch Fehlentscheidungen meinerseits zeitweise arbeitslos geworden. Aber das brachte uns nicht durcheinander, wir hielten zusammen. Wir lebten ein normales Leben, mit Familie, Familienproblem und Freunden. Guten Zeiten und schlechten Zeiten, stressigen Phasen und ruhigen Wochen sowie Zeit im Ausland, denn wir wollen die Welt sehen. Das Zusammenleben und sein war gut, es war eine sehr gute Beziehung und oftmals konnte ich mein Glück nicht fassen. Der Crohn war und ist immer dabei, aber er steht nicht zwischen uns wie eine Mauer sondern neben uns; er ist ein Teil unseres Lebens. Mein B.  unterstützt mich in allem, was ich erreichen will und wobei ich Hilfe benötige. Die Entscheidung pro Stoma unterstützte er, weil es meine Situation verbesserte. Auch wenn es mit Crohn und Stoma schwieriger ist, macht es uns nicht kaputt. Ich schätze ihn sehr für alles, was er für mich und uns getan hat. Wir teilen ein Leben und so fühlt es sich an. Richtig.

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Obwohl ich mir sicher war, dass er mich irgendwann fragen würde, ihn zu heiraten, rechnete ich im tatsächlichen Moment nicht damit. Wir reisten nach New York City, ein lang gehegter Traum von meiner Löffelliste, der nun in die Tat umgesetzt wurde. Wir waren mit Fahrrädern im Central Park unterwegs und machten Rast. Ich war schon etwas geschafft und ließ mich auf einer Bank an einem kleinen See nieder. Wir waren allein und ich muss dagesessen haben wie so ein Bauer, die Augen geschlossen. Nach ein paar Atemzügen öffnete ich die Augen und da kniete er. Wir können uns beide nicht mehr daran erinnern, was wir sagten, aber ein Ja wird bestimmt dabei gewesen sein. Wir waren in der Fremde angekommen, alles war perfekt. Noch auf Reisen befindlich, teilten wir die Neuigkeit mit der Familie und Freunden via What’s App und genossen die Zweisamkeit in der Stadt, die niemals schläft. Als wir in Deutschland ankamen, lagen die Hochzeitsplaner-Bücher schon im Briefkasten. Mein B. konnte darüber nur den Kopf schütteln, verständlich irgendwie.

Die Hochzeitsplanung ist nun nicht erheblich anders, wenn man krank ist. Man muss dieselben Abläufe planen, hat die gleiche Auswahl an Dienstleistern und ist genauso aufgeregt wie gesündere Menschen. Es sind die Details, die man berücksichtigen muss und persönliche Wünsche, denen man entspricht. Zum Beispiel, dass wir das Standesamt und die Kirche an unterschiedlichen Tagen, nicht in derselben Woche, stattfinden ließen. Es reduzierte für mich den Stress und den Druck, obwohl es zwei Fest waren. Weiterhin war es mein Wunsch, den Junggesellenabschied nicht kurz vor der Hochzeit zu machen. Somit hatte ich genug Zeit, mich davon zu erholen und war nicht in den direkten Vorbereitungen für die Hochzeit. Mein JGA war wundervoll, obwohl ich eine fiese Erkältung hatte und deswegen nicht voll einsatzfähig war. Wir fuhren mit dem Zug nach Köln, machten eine kulinarische Stadtführung, besuchten den Kölner Dom und sogar die CSD. Ein wundervolles Lied lief, als ein großer LKW durch die Straßen rollte, der Bass ließ meinen Körper vibrieren und Kanonen mit Glitzerpapierchen wurden abgefeuert. Der ganze Himmel glitzerte im Sonnenschein mit dem Glitzer, während Symphony von Clean Bandit spielte und ich einen Moment alles vergaß und mir eine Träne die Wange entlang lief, Gänsehaut am ganzen Körper. Das Lied mag nicht auf meine Situation passen, aber gewisse Zeilen davon hatten mich tief berührt, deswegen:

Wir aßen gut, schwitzen zusammen bei der Wahnsinnshitze und genossen die Dachterrasse der Hotelsuite, zu der wir ein Upgrade erhalten hatten. Danke Mädels für eure Zeit und einen Stoma-gerechten JGA für jemanden, der immer gern neue Orte erkundet. Ein zusätzliches Beispiel für die besondere Planung: Ich hatte für den Kirchentag ein Ersatzkleid, falls mir die Platte zu später Stunde noch unterlaufen und mein Kleid versaut werden würde. Es war ein knielanges lila Petticoat-Kleid, locker und sehr leicht. Tatsächlich wechselte ich mein Kleid nach dem Hochzeitstanz, Gott sei Dank nur, weil ich wollte und nicht, weil ich musste. Mein eigentliches Hochzeitskleid hatte sehr gut zu mir gepasst, nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber wunderschön. Das Stoma stellte kein wirkliches Problem dar, eher ein paar überflüssige Pfunde. Der Beutel zeichnete sich nicht unter dem Kleid ab, nichts war abgeschnürt oder drückte darauf. Also liebe Damen mit Beutel – ihr werdet wunderschön aussehen, niemand wird den Beutel sehen und er schränkt eure Suche nicht ein. Unsere Hochzeit gestalteten wir nach unseren Wünschen und sie war, ohne Umschweife und Flunkern, perfekt. Die Location war eineinhalb Jahre im Voraus gebucht, wir wollten einen tollen Fotografen und hochwertiges Essen. Wir wollten kein  Spiele-überladenes Fest sondern viel Raum für Gespräche und Tanz. Wir machten alles möglich.

Nach Monaten der Planung und der Vorfreude wurde es ernst. Wirklich nervös vor dem wichtigsten Teil, dem Standesamt, waren wir nicht. Trotz Schlechtwettervorhersage an einem Samstag im August hatten wir bestes Wetter. Beim Unterschreiben kamen mir die Tränen, es wurde tatsächlich wahr. Jemand wollte es sein Leben lang mit mir aushalten, mit mir, dem Crohn und dem Beutel. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Nach Gratulation von der Familie und der Trauzeugen wollten wir das Rathaus verlassen und wurden von Freunden mit einem Sektempfang überrascht. Da weinte ich dann wieder vor Freude. Obwohl zum Standesamt-Fest etwa dreißig unterschiedlichste Menschen in unserem Garten zusammen kamen, war es ein wunderbar harmonisches und tolles Fest. Es wurde gegrillt, Kuchen gegessen, Biere getrunken und Sektchen geschlürft. Zu später Stunde, mit etwas Alkohol im Blut und glücklich befreit saß ich mit meiner Trauzeugin dann in meinem Auto und hörte Symphony, übermittelte ihr dieses Gefühl vom glänzenden Himmel und dem Gefühl von Leichtigkeit, welches ich dabei verspürte. Der Tag endete am Lagerfeuer im Garten mit guten Gesprächen, vielem Lachen und glücklichen Seelen. Am nächsten Morgen gab es ein großes Frühstück mit Nachbarn und Übernachtungsgästen. Alle halfen beim Aufräumen, bei den schweren Sachen auch, denn da war ich ja gar keine Hilfe mehr. Ein Hoch auf die Gemeinschaft, die Vieles möglich macht.

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Froh um die Entscheidung, beide Sachen getrennt zu feiern, stand dann drei Wochen später die große Hochzeit an. Die Woche davor war ich nervlich am Ende, das ganze Planen, Organisieren und letzte Klärungen machten mich total irre. Ein Tag vor dem Fest richteten wir mit Hilfe anderer die Location selbst hin, am Abend hatte wir noch gemütliche Zeit mit Gästen aus Frankfurt und Berlin eine Pizza bei uns zu essen. Am Hochzeitsmorgen ging ich auf halb acht allein mit einem Piccolo zum Friseur, zwei Stunden für Haare und Make-Up, die letzte Ruhe vor dem Sturm. Mein Mann ging eine Runde Joggen. Auf zehn Uhr war ich fertig und trat auf der Terrasse meinem bereits-Ehemann gegenüber und fing mal wieder an zu weinen. Wir machten uns auf, um mit der Fotografin und dem Mustang schöne Bilder zu machen. Zur Mittagszeit waren wir wieder daheim, nur der Fahrer des Mustangs, mein Mann und ich auf der Terrasse. Ich hatte das Kleid noch mal kurz ausgezogen, konnte noch mal den Beutel wechseln und entspannte vor dem großen Auftritt, zu dem wir dann wegen mir fast zu spät kamen. Mein Gott ging mir die Pumpe, als wir dann in die Kirche einliefen. Die Zeremonie war schön, die Geigensolos unserer Nachbarin beeindruckten. Über achtzig Menschen gratulierten uns dann auf dem Vorhof der Kirche; eine gute Mischung aus Familie und Freunden, jungen und alten, Leuten unterschiedlichster Art. Unser Autokorso, wir vorne dran im Mustang, war total der Hammer. Die Location sah richtig professionell aus, der Caterer kümmerte sich um alles und somit war mir die Sorge von den Schultern genommen. Die Torte zum Sektempfang war verdammt lecker und bis auf den letzten Krümel weggeputzt. Es wurden total coole Drohnenbilder der Gesellschaft gemacht und Luftballons steigen gelassen. Meine Trauzeugin setzte etwas um, womit ich nicht gerechnet hatte. Alle sollten sich mit Luftballons draußen versammeln, das kennt man ja. So standen wir da und obwohl der Zeitpunkt nicht synchron abgepasst wurde, ertönte auf einmal die Symphony und für mich glitzerte in Gedanken wieder der ganze Himmel. Alles fiel von mir ab. Zum Dinner gab es eine kleine Rede meinerseits, da ich eh nie den Mund halten kann. Wir aßen, hatten eine gute Zeit bei zwei Beiträgen von Freunden und eröffneten nach dem Dessert die Tanzfläche mit einem einstudierten Tanz samt Glitzerkonfetti. Sogar ein Überraschungsfeuerwerk gab es, total krass! Und dann wurde einfach nur gefeiert, getrunken und getanzt. Um halb vier fuhren wir nach Hause, geschafft und glücklich. Am nächsten Tag wurde die Location wieder mit Hilfe aufgeräumt und zwei Tage später machten wir uns auf in die Flitterwochen nach Norwegen.

Elisa_Bernd-50.JPGEs ist gar nicht einfach, in Worte zu fassen, was mir mein Mann bedeutet und was er alles für mich getan hat, was wir alles schon zusammen erlebt haben und was ich mir alles für unsere Zukunft wünsche. Noch oft werde ich von ihm erzählen, denn er ist meine bessere Hälfte, der bessere Mensch und ein wundervoller Mann. Ein Eintrag würde ihm nie gerecht und so schließe ich hiermit ab. Mein liebster Schatz, es gibt so viel, was ich dir sagen möchte. Ich bin unendlich dankbar, dass du in mein Leben getreten bist und es dadurch so viel schöner gemacht hast. Du bist das Beste, was mir passieren konnte und mit niemand Besserem könnte ich mir mein restliches Leben vorstellen. Wir zwei sind ein super Team. Du verdienst nur das Beste und ich freue mich auf jedes weitere Abenteuer, dass wir zusammen erleben können. Ich liebe dich sehr, dein Äffchen

5 Kommentare zu „LIEBE

  1. Wirklich eine wundervolle Beschreibung. Ich finde du bist eine sehr starke Frau und darauf kannst du stolz sein. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie es ist wenn man so krank ist, aber bewunder jeden Menschen der nicht aufgibt und kämpft. Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute.

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    1. Liebe kisara94, vielen Dank für deinen Kommentar und dein Kompliment. Ich habe tatsächlich großes Glück, viel Unterstützung zu bekommen – und diese stärkt mich zusätzlich. Ich kann verstehen, dass es schwer nachvollziehbar ist; noch ein Grund mehr, darüber zu schreiben 🙂 Vielen Dank noch mal

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  2. Danke für den Text! Ich leide seit 2003 am Crohn und muss grade selbst erleben, wie er in einer Beziehung zwischen zwei Menschen stehen kann. Die Ängste, alleine zu bleiben, kenne ich sehr gut. Denn es ist ein schwierigerer Weg als normal.
    Ich habe vor drei Monaten eine wunderbare Frau kennen gelernt, die mir in vielen Dingen ein Anstoß war und viel Rücksicht nimmt. Leider gelingt ihr der Umgang mit meiner Krankheit noch nicht besonders gut und ich würde den Crohn so gern für sie – für uns – zur Seite legen. Es wäre so perfekt! Momentan dreht sich fast alles um den Crohn, was definitiv nicht gut ist. Da ich mehr „Patient“ als Partner bin. Und sie sich dadurch emotional schwer auf mich einlassen kann. Ich stecke derzeit in einer schwierigen Phase mit Aufarbeitung von Versäumnissen der letzten Jahre.
    Wir hoffen beide, dass wir diese Phase überstehen und sich im Anschluss einiges ändern kann. Ob, das werden wir sehen… Bis dahin hilft leider nur abwarten und viel miteinander sprechen. Und ehrlich sein, zu sich selbst und dem anderen.
    Aber es macht Mut, dein Text zu lesen. Mut, dass ich selbst wenn sich die aktuelle Geschichte nicht positiv entwickeln sollte (was ich nicht hoffe!) nicht alleine bleiben muss. Und den Mut, dass ein Partner einen trotz Crohn akzeptieren kann.
    Ich freu mich mit dir! Und hoffe, dass auch wir lernen, miteinander und mit dem Crohn umzugehen…

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    1. Hallo CrohnHerz – vielen Dank für deinen Kommentar und die Zeit, die du dir für meinen Blog genommen hast. Danke auch für dein Lob, dass dich der Eintrag motiviert hat. Oder zumindest die Hoffnung entfacht hat, dass Partnerschaft möglich ist und man positiv bleiben sollte. Immer.

      Ich verstehe deine aktuelle Lage; die Krankheit nimmt dich und auch deine Partnerin so sehr ein und ihr habt kaum Zeit und Kraft, eure Gedanken auch mal auf schöne Dinge zu lenken. Das ist natürlich schade und sehr schwierig, gerade auch am Anfang einer Beziehung. Als CEDler ist man zeitweise tatsächlich mehr Patient als Partner, benötigt mehr Hilfe und kann dies dann anderweitig später wieder zurückgeben. So jedenfalls versuche ich es. Ich kann nicht alles und auch nicht immer, aber dabei versuche ich stets, Dinge zu übernehmen, die ich kann.

      Ich habe mich auch auf deiner eigenen Seite umgesehen und habe das Gefühl, dass du tatsächlich – gerade jetzt – eigentlich all deine Energie benötigst, um mit dir glücklicher zu werden. Um zu sehen, wo dich dein Weg hinführt. Um zu sehen, was du tun kannst, dass es dir besser geht und dass du dich selbst mehr magst. Wohl eine wichtige Voraussetzung, dass auch die Beziehung funktioniert. Ich drücke dir kräftig die Daumen, dass du einen guten Weg einschlagen kannst und die Aufarbeitung dich persönlich (auch im Kopf) weiterbringt. Euch beiden wünsche ich alles Gute, in der Hoffnung, dass ihr zusammen auch in schlechten Zeiten Positives finden und Kraft auseinander schöpfen könnt.

      Alles Gute, Lila

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