
Also Leute, ihr wisst, wie der Hase läuft. Augen zu und durch, runter mit dem Zeug. Nicht, dass mir zum Valentinstag morgen nichts Besseres eingefallen ist – aber was muss, das muss. Aus eigenen Stücken habe ich mich zur Darmspiegelung gemeldet und beweise damit ein Stück Eigenverantwortung. Meine letzte Spiegelung ist erst ein bisschen über zwei Jahr her, aber inzwischen hat mein Körper eine Schwangerschaft bewältigt, mein Vater hat die Diagnose Darmkrebs erhalten und mein Hartmannstumpf schleimt extrem viel herum, juckt und schmerzt. Ich will also wissen, wie es in mir drin aussieht, auch wenn die Blutwerte an sich stabil sind. Heute darf ich also anfangen, abzuführen und morgen früh geht’s weiter. Von oben und von unten. Da ich selber groß bin, lasse ich mir auch das Mittel für den Einlauf von hinten mit nach Hause geben. Ist zwar ein bisschen ein Gefummel, aber wenigstens bin ich daheim und ich mache es selbst. Ist ja schließlich mein Hintern. Papa passt währenddessen auf das Baby auf, damit ich das in Ruhe durchziehen kann und mich danach etwas erholen kann. Wobei das ja heutzutage mit Stoma sehr viel angenehmer ist, früher war das oft sehr schmerzhaft und auch oftmals knapp. Denn mein vernarbter Enddarm tat beim Stuhlgang immer weh, bei Abführen noch mehr als sonst. Schon normaler Stuhlgang war manchmal so übel, dass ich heulend auf dem Klo saß. Und knapp, ja knapp wurde das manchmal eben auch wegen meinem Inkontinenzproblem. Sitzen bleiben war da oft die beste Idee. Das war einmal. Wünscht mir gutes Gelingen und ein Ergebnis, mit dem man arbeiten kann. PS: Vorteil am Apfelsaft? Beim Abführen wird mir kalt und der lässt sich auch super warm trinken!
NACHTRAG AM NACHMITTAG: Welch schönes Einschlafen das immer ist. Übrigens – das von der Praxis verwendete Abführmittel schmeckt genauso ekelhaft wie alle anderen, aber die Menge an Flüssigkeit ist geringer. Das ist definitiv ein Plus. Ich habe mich für das Gas entschieden und muss sagen, dass ich schon 15 Euro für schlechtere Dinge ausgegeben. Kein Blähbauch, keine Krämpfe. Der Verdauungstrakt, der in Benutzung ist, sieht gut aus. Mein Hartmannstumpf weist jedoch leichte Entzündungen auf, die für meine Beschwerden verantwortlich sind. Es ist nicht total beunruhigend, kann aber aktiv angegangen werden mit Rektalschaum und Zäpfchen. Was sagt mir das? Ich kann mich auf mein Gefühl meinem Körper gegenüber verlassen. Ich kenne mich gut genug, um Warnzeichen richtig zu deuten und aktiv zu werden!
Eigenverantwortung sind Taten wie hier. Kleine Taten zählen.

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