Für alle, die keine sozialen Medien nutzen:

NEUE LIEBE Unser kleines Wunder ist nun über ein halbes Jahr alt. Sie ist wunderschön. Ihr Lachen ist unglaublich ansteckend, das Strahlen ihrer Augen unübertroffen und wenn sie die Welt um sich herum mehr und mehr entdeckt, könnte ich nicht stolzer sein. Sie ist eine Frohnatur, wie sie im Buche steht und weiß schon jetzt sehr genau, was sie will. Ihre fehlende Geduld und ihr lautes Organ hat sie definitiv von mir. Deine Mama liebt dich sehr meine kleine Krümeline

MEIN SCHLAF Eine der größten Herausforderungen der letzten Monate war und ist, wie auch geahnt, fehlender und zerrissener Schlaf. Crohn-bedingt brauchte ich stets viel Schlaf und Ruhe um Kraft zu tanken. Man gewöhnt sich zwar an diese neue Art des Schlafens, aber es zerrt an den Nerven und dem inneren Gleichgewicht. Tagsüber zu schlafen, wenn sie schläft, gestaltet sich für mich meist etwas schwierig. Manchmal klappt’s. Einen Morgen pro Woche schlafe ich aus und eine Nacht schlafe ich extra im Gästezimmer … und zwar wie ein Stein. Danke Schatz!

MEINE ERNÄHRUNG Was ich in den ersten Monaten nach der Geburt als Ernährung bezeichnen muss, ist nicht zu empfehlen. Viele schnell zuzubereitende Mahlzeiten, leere Kohlenhydrate, Zucker als kurzfristige Energie und dann zu viel davon…und dann noch unregelmäßig, mit zu viel Ablenkung und viel zu hastig. Inzwischen koche ich fast wieder jeden Tag frisch und achte auf die Ernährung, nicht nur für mich, sondern auch für meine Tochter. Die bekommt nämlich selbst gemachten Brei, weil mir das sehr wichtig war. Im Tiefkühlfach gibt es immer eine Auswahl an Gemüse, Obst und Eiweiß.

COVID-19 Obwohl uns COVID-19 nicht oft einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, ein paar Punkte bleiben. Unser erstes Babyschwimmen für unsere Wasserratte ist natürlich vor Monaten ins Wasser gefallen. Egal, wird nachgeholt. Zwar reichen in dem Alter die Eltern als Bezugspersonen, nun braucht es aber ein Weilchen länger, sich an andere Menschen zu gewöhnen. Wir nehmen auch langsam wieder Kontakt zu anderen Babys und Mamas auf. Mit Geduld. Da wir viel mit Mimik kommunizieren, sind die Masken für sie einfach gewöhnungsbedürftig. PS: Vor zwei Wochen habe ich mich als Selbstzahler aus begründetem Verdacht auf Antikörper testen lassen – leider war der Test negativ!

MEIN CROHN Über Instagram wurde ich gefragt, wie denn mein Crohn nach der Schwangerschaft so drauf wäre. Meine Werte sind seither nie besorgniserregend aus dem Ruder gelaufen. Und doch haben die Hormone „danach“ in meinem Körper alles über den Haufen geworfen. Ich hatte Wochenlang regelmäßig Schmerzen, Krämpfe und Durchfall. Der schlimmste Moment war wohl, als ich nachts alleine um die Kleine sah und so heftige Krämpfe hätte, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Sie schrie und ich konnte nicht wirklich helfen. Mein Mann hörte das natürlich und eilte zur Hilfe; den Rest der Nacht konnte ich mich dann ausruhen. So schlimm kam es bisher kein zweites Mal. Ich sorgte mich um einen ausgewachsenen Schub, der aber ausblieb. Meine Tabletten nahm ich ohne Änderung weiter. Wie ich schon mal berichtete, muss ich wegen meinem entzündeten Hartmann-Stumpf Zäpfchen nehmen. Daran hat sich nach Monaten leider noch nichts geändert. Aber ich fühle mich nun nach einem halben Jahr wieder stabil mit meinem Crohn.

MEIN KÖRPER Neben den offensichtlichen Crohn-Beschwerden war mein Körper im ersten halben Jahr nach der Geburt schon etwas gebeutelt. Okay, gebeutelt war er eh ; ) Aber dazu kamen noch mal üble Rückenschmerzen, drei Wochen Husten (bei dem ich mein Baby oft nicht mal eine Weile halten konnte ohne es mit zu schütteln) und Warzen am Fuß durch das doppelt geschwächte Immunsystem. Das da war mein „Mamakörper“ wenige Wochen danach mit Hängebauch, Streifen und Narbe natürlich. Inzwischen ist alles gut verheilt und nicht mehr so hängend, aber die Rückbildung war durch meine Verwachsungen einfach nur schmerzhaft. Schön, dass auch hier rein körperlich etwas Ruhe reingekommen ist.

TRAGEN MIT HERNIE Meine Hernie bzw. meine ganze Hernie-Problematik ist für mich im Alltag tatsächlich stets schon ein Thema gewesen. Vor der Schwangerschaft habe ich alles über 3 Kilo gemieden, weil ich einfach zu viel schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Ich trug immer meine richtige Stützbandage und ich tue dies immer noch, jederzeit tagsüber und nachts, falls mich meine Tochter braucht. Nun hat sie die 7 Kilo-Marke geknackt und ich bin dankbar für jeden Tag, an dem die Hernie keine Probleme macht. Aber es wird ja noch schwieriger – schwerer -, je älter sie wird. Sie herumlaufend in den Schlaf zu wiegen haben wir nie angefangen und Gott sei Dank nie gebraucht. Natürlich muss ich sie trotzdem tragen, sie ist ein Baby. Wenn, dann trage ich sie sehr körpernah und auch das Aufnehmen und Ablegen geht nicht aus jeder Position, sondern Bauchschonend. Ich versuche jedoch, sie so oft wie möglich liegend und sitzend glücklich zu machen. Sie hat viele unterschiedliche Orte im Haus zum Spielen sowie mehrere Sitzmöglichkeiten, in denen sie ihre Umgebung beobachten kann. Überhaupt nicht zu unterschätzen ist die Hilfe von Papa, denn wenn er mit von der Partie ist, trägt er die Kleine meistens. Es gibt viele Wege, das ständige Tragen zu minimieren. Zwei Aktionen jedoch bleiben, nämlich beim Transport. Ich habe mein Kind noch nie im Maxi-Cosi getragen, denn die Hebelwirkung und Gewichtsverteilung traue ich mir nicht zu, das Risiko ist zu hoch. Deswegen habe ich einen Maxi-Cosi immer im Auto als Sitz und ich trage sie bis zum Auto, um sie dort erst hinzusetzen und festzuschnallen. Auch im Winter war das machbar, vielleicht nicht der komfortabelste Weg für sie, aber okay. Und dann ist da ja noch der Kinderwagen an sich. Er lässt sich natürlich zerteilen, ist nicht das schwerste Modell und so kann ich die einzelnen Teile grad so ins Auto legen und auch alles wieder selbst zusammenbauen. Wenn ich alleine bin, vermeide ich alle Treppen, bei denen ich das Gewicht des Wagens und der Kleinen ausbalancieren müsste. Aber schon vor der Haustür fangen die Treppen an, deswegen hat mein Mann mir eine Vorrichtung gebastelt, damit ich Zuhause ohne Problem den Wagen mit unserer Tochter täglich raus und rein fahren kann, siehe Bild …

ERSTE REISE Die erste Reise mit unserem Baby sollte zu Ostern stattfinden. Ein paar Tage ins nicht allzu weit entfernte Innsbruck, der Pass war ja gemacht. Wir entschieden uns zu stornieren, zwei Tage später kam das Einreiseverbot. Wir nutzen nun diese besondere Zeit, das eigene Land zu unterstützen. Wir tun das, was wir gut können: einen Roadtrip – durch den westlichen Teil Deutschlands mit Baby, dem eigenen Auto, ohne Zeitdruck und großen Stress. Ich hatte und habe immer noch Fernweh, aber meine Güte haben wir viele schöne Ecken. Werde berichten.
Und wie ist das mit einem Kleinkind ein Jahr später? Klickt hier!

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