Vorsorge … wie in Darmkrebsvorsorge

Heute nicht das erste Mal, dass ich über Darmkrebs reden – hier schon mal. Vorsorge bedeutet, sich um etwas zu sorgen, wenn es einen noch nicht betrifft. Man sorgt vor. Man geht gesund zum Arzt, um gesund zu bleiben. Man sorgt sich jetzt ein bisschen, um später keine richtigen Sorgen zu haben.

Ich weiß gar nicht, wie oft und wie direkt man folgenden Satz der Felix-Burda-Stiftung wiederholen sollte: Es müsste fast niemand wegen Darmkrebs sterben. Nochmal: Es müsste fast niemand wegen Darmkrebs sterben. Und doch tun es laut Statistik über 20.000 Menschen jährlich, mehr als ein Drittel von denen, die laut selber Statistik im Jahr Darmkrebs diagnostiziert bekommen. Noch mal: Es müsste fast niemand wegen Darmkrebs sterben.

Viele der hier nun wiedergegebenen Informationen findest du ausführlich mit sehr vielen weiteren Informationen auf der Seite der Felix-Burda-Stiftung (einfach hier klicken). Ich übernehme einige Fakten der Stiftung, weil ich finde, dass sie es toll zusammengefasst hat und mit Ihrem Engagement immer wieder erwähnt werden muss. Klickt euch gern ein bisschen durch!!!

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum ich das Thema Darmkrebs – und ich möchte leider ausdrücklich sagen: das Tabu Darmkrebs – erneute aufgreife und auch in den nächsten Jahren immer wieder aufgreifen werde. Weil darüber geredet werden muss. So einfach. Darmkrebs ist eine stille Erkrankung. Das heißt, dass man keine Symptome hat, bis es zu spät ist und der Krebs im Körper herangewachsen ist. Ich muss nicht zur Vorsorge, mir geht es doch gut und ich habe nichts, ist falsch. Ganz falsch. Darmkrebs sind bösartige Tumore, die aus gutartigen Polypen im Dick- und Mastdarm entstehen; der Dünndarm ist selten befallen. Ein Polyp ist in den meisten Fällen viele Jahre vorhanden und kann total schmerzfrei und ohne Probleme entfernt werden. Das, genau das ist die Darmkrebsvorsorge. Darmkrebs ist im Alter wahrscheinlicher, aber junge Patienten betrifft es immer mehr. Die tiefreichende Forschung zum Darmkrebs hilft uns, eben diesen zu einem der am Besten erforschten Krebsarten zu machen. Daraus entstand das Wissen um die Vorsorge. Junge Patienten sind sehr häufig Teil einer oder mehrerer Risikogruppen. Für diese Menschen ist die Vorsorge noch viel wichtiger, denn Ihre Wahrscheinlichkeit liegt viel höher. Klickt hier, um auf der Seite der Felix-Burda-Stiftung einen Schnell-Test zu Risikogruppen zu machen. Traut euch bitte, diesen zu machen. Ich gehöre mehreren Risikogruppen, ohne dass ich etwas dafür kann. Ich hatte bereits in meinen 20ern Polypen, die man entfernt hat. Ich habe ein familiär stark erhöhtes Risiko, mein Vater hat Darmkrebs. Ich habe auch eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die das Risiko erhöhen. Neben meinem Übergewicht sind das leider Faktoren, die ich nicht ändern kann. Und wisst ihr, was das auch heißt? Meine Tochter gehört zur Risikogruppe von Darmkrebs. Schon jetzt. Was heißt das noch? Dass ich mit ihr reden muss, wenn sie alt genug ist und ihr in ihren 20ern helfe, ihre Vorsorge zu beginnen. Vorsorge kostet dich gar nichts, weil die Krankenkasse das übernimmt. Für Männer ab 50, für Frauen ab 55 (Risikogruppen sind gesondert zu betrachten ausgenommen). Da Polypen Jahre brauchen, bis sie zu bösartig Tumore werden, reicht bei unauffälligem Befund eine Wiederholung der Vorsorge nach 10 Jahren. Die Vorsorge wird hauptsächlich mittels Darmspiegelung gemacht. Die Vorbereitung mag etwas gewöhnungsbedürftig sein, man muss sich etwas Zeit dafür nehmen und braucht einen Fahrer – die Untersuchung selbst ist schmerzfrei und wird im Dämmerschlaf einfach mal verpennt. Ein paar wichtige Fakten zur Untersuchung: In nur einem Prozent wird tatsächlich Darmkrebs (egal wie ausgeprägt) entdeckt. Aber in über einem weiteren Drittel werden Vorstufen entdeckt, die entfernt werden und niemals zum Krebs werden können. Das sind die Erfolge.

Klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Wäre da nicht die Präventiophobie. Und gegen genau diese arbeitet die Felix-Burda-Stiftung seit Jahren an und viele haben sich dem bereits angeschlossen. Ich auch. Ich feiere das, wenn einer meiner Verwandten, Freunde und Bekannten zur Vorsorge geht. Ich bin offen für jeden, der reden möchte. Der ein bisschen Überwindungsmotivation braucht. Und ganz ehrlich: Es müsste fast niemand wegen Darmkrebs sterben. Informiert euch, sorgt vor!

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